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2 Zimmer Haus zum verkaufen in Churwalden - Bild 1/1
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Inserent

Inseriert vor 22 Tagen.

Kulturgut

7075 Churwalden - Jochweg 106
N/A
Art der Immobilie
Haus
Kategorie
Chalet
Wohnraum
100 m²
Grundstücksfläche
183 m²
Räume
2
Etagen im Gebäude
2
Baujahr
1800

Beschreibung

Einst boten sie dem Heu, dem Bauer und seinen Tieren ein Dach über dem Kopf, doch längst haben die Bauern und seine Tiere solche Ställe verlassen. Was passiert nun mit solchen Gebäuden, die abseits der Dörfer in der Region Lenzerheide die Landschaft prägen?

Aufgrund der grossen Transportdistanzen und der wenig entwickelten Mobilität der traditionellen Berglandwirtschaft entstand im 1800 Jahrhundert ein Bedarf an Betriebsgebäuden für das Vieh, für die Futter-Stapelung und teilweise auch, wie im Falle dieses Gebäudes hier, als temporäre Unterkunft für die Bauern auf der Maiensäss-Stufe am Berg des Dorfes Churwalden. Bis heute prägen diese Gebäude das Landschaftsbild von Churwalden mit. Doch mit dem Rückgang der Anzahl Landwirte, dem Ausbau der Infrastruktur und der technologischen Entwicklung haben Gebäude wie dieses heute ihre ursprüngliche Funktion verloren.

Bei diesem Objekt hier sind in der Ostfassaden die alten Aussparungen und Einlagen in den Vollholzrundlinge, die in Blockbauweise aufgeschichtet wurden, gut zu erkennen. Die Stirne der Rundhölzer sind, wie auch die Aussenhülle der geschälten Rundhölzer, sonnenverbrannt und sind alte Zeitzeugen. Zudem ist ein stark oxidiertes Abgasrohr eines Feuer-Aggregats und Russrückstände zu erkennen, welche auf einen älteren Wohn-Bestand hinweisen. Der linke Teil des Gebäudes wurde anno dazumal als Wohnraum genutzt. Ein Indiz dafür ist, dass dieser Gebäude-Teil zwischen den Vollholzrundlingen mit Zeitungen abgedichtet wurde. Im Innern wurden die Fugen zusätzlich mit Holzlisten verkleidet und Verkleidungen aus Holz oder Blech wurden aufgedoppelt. Den Wohnraumnutzen bekräftig weiter, dass es eine, zwar einfache, aber äußerst effektiv gestaltete Toilette mit einem gesäumten Holzsitz, der über einer Kotkiste angebracht ist, hat.

Diese Bestandesaufnahme der Wohnraumnutzung von anno dazumal genügt im Moment jedoch knapp nicht, um dieses Gebäude an eine heutige Wohnraumnutzung anzupassen. Sprich: Ein Wohn-Nutzen-Ausbau der Liegenschaft ist zurzeit nicht möglich. Um jedoch viele ehemalige Stallbauten wie diese hier vor dem schleichenden Zerfall zu retten, sind von unseren Bergkantonen Bestrebungen im Gange, Aus- bzw. Anpassungs-Arbeiten raumplanerisch zu erleichtern. Und deshalb könnten solche Details wie z.B. ein älteres Feuer-Aggregats bei einer allfälligen zukünftigen Erleichterung des Raumplanungsgesetzes (RPG) den entscheidenden Unterschied darstellen.

Denn jeder Stall, den unsere Vorfahren einst in schwerer Handarbeit erbauten, hat einen grossen kulturellen Wert.

Karte

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Quelle

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